Warum Du Gelassenheit lernen solltest

Überforderung, Ungeduld und unnötige Sorgen sind oft die Übeltäter, die uns im Alltag die Gelassenheit nehmen. Dann stauen sich Emotionen auf, die irgendwann aus uns herausplatzen und oft an Unschuldigen rausgelassen werden.

Stress bestimmt das Leben vieler Menschen und bringt uns zunehmend aus der Balance, wenn der Ausgleich fehlt. Er kann auf die Dauer nicht nur die Laune beeinflussen, sondern auch krank machen. Wer ständig unter Strom steht, brennt auch schneller aus.

Im Gegenzug bestätigen Studien, dass gelassene Menschen glücklicher und zufriedener sind und ihr Leben mehr genießen können. Deshalb ist es besonders wichtig, zwischendurch einfach mal runterzukommen und sich nicht von jeder Kleinigkeit aus dem Gleichgewicht bringen zu lassen. Das geht sogar einfacher, als Du denkst!

 

Wie komme ich zu Ruhe und Gelassenheit?

Gelassenheit kannst Du trainieren, wenn Du bereit bist, Dein Leben in kleinen Schritten zu verändern. Die folgenden 10 Tipps helfen Dir dabei, in stressigen Situationen ruhig zu bleiben. Einige davon sind sogar ganz einfach und jederzeit umsetzbar.
 

1. Atme tief durch

Wenn Dein Puls mal wieder auf 180 steigt, hilft tiefes Ein- und Ausatmen. Denn mit dem Ausatmen senkt sich der Puls und Du wirst auf der Stelle ruhiger. Bevor Du also aus der Haut fährst oder vor Aufregung kaum noch richtig Luft bekommst, nimm Dir ein paar Minuten Zeit zum Atmen.
 

2. Entspanne Dich

Gelassenheit hängt eng mit der Fähigkeit zusammen, sich trotz Stress auch ausreichend entspannen zu können. Nach Feierabend einfach abschalten und nicht mehr an die Arbeit denken, sich im größten Familienchaos auch mal eine Auszeit gönnen, bei Aufregung und Nervosität durch bewusstes Atmen wieder zur Ruhe kommen. Diese Fähigkeit geht vielen in der schnelllebigen Zeit verloren. Deshalb solltest Du Entspannung gezielt trainieren, um immer wieder zurück ins innere Gleichgewicht zu finden. Das geht durch Atemübungen, Meditation, Achtsamkeitsübungen, Yoga, Autogenes Training oder ähnliche Entspannungstechniken. Bei regelmäßiger Praxis merkst Du schon nach kurzer Zeit, wie Du mit Belastung viel gelassener umgehen kannst.
 

3. Baue Rituale ein

Regelmäßige Rituale verschaffen Dir kurze Verschnaufpausen, in denen Du Dich ganz auf Dich und Deine Bedürfnisse fokussieren kannst. Das kann eine Tasse Tee sein, die Dich in stressigen Situationen zur Ruhe kommen lässt, ein Spaziergang in der Mittagspause, bei dem Du mal raus aus dem Büro kommst und nicht an die Arbeit denkst, oder ein entspannendes Bad nach Feierabend, bei dem Du abschalten und den Moment genießen kannst. Je regelmäßiger Du diese Rituale einhältst, umso mehr bringen Sie dich wieder in Balance.
 

4. Schlafe ausreichend

Wer den Tag ausgeruht und ausgeschlafen beginnt, ist bestens gerüstet für die Herausforderungen, die sich bieten. Denn im Schlaf regenerieren Körper und Geist, Stress wird abgebaut und die Erlebnisse des Vortages werden verarbeitet. Wenn Du jedoch zu wenig Schlaf abbekommen hast und schon in der Früh gestresst und schlecht gelaunt in den Tag startest, baut sich Dein Stresslevel immer weiter auf. Gewöhne Dir deshalb einen geregelten Schlafrhythmus an. Denn guter, erholsamer Schlaf fördert ganz automatisch Deine Gelassenheit.
 

5. Reagiere Dich ab

Ein wirkungsvolles Mittel, um Druck abzubauen, ist regelmäßiger Sport. Dabei darfst Du Dich so richtig auspowern und allen Ärger in Energie umwandeln. Joggen, Radfahren, Schwimmen oder Tanzen – suche dir eine Sportart aus, die Dir Spaß macht. Falls sich in Dir besonders viel Frust und Ärger aufstaut, sind Kampfsportarten wie Boxen ein gutes Ventil, bei dem Du Dich richtig abreagieren kannst. Danach fühlst Du Dich gleich viel befreiter und gelassener.
 

6. Mach Dich locker

Den Spruch kennst Du sicher, wenn Du immer wieder wegen Nichtigkeiten an die Decke gehst. Dabei ist das ein wirklich hilfreicher Tipp: Mach Dich locker und löse Verspannungen, die Dich vom ständigen Stress immer verbissener und verkrampfter machen. Das geht durch Atemübungen, Sport oder einfach ein bisschen Ausschütteln zwischendurch, wenn sich die Nackenmuskulatur vor Anspannung immer mehr zusammenzieht. Lockermachen kannst Du Dich auch mental: Wenn es in Dir brodelt, halte einen Moment inne und überlege, ob es sich wirklich lohnt, sich aufzuregen. Nach dieser kurzen Überlegungspause wirst Du merken, dass Dich oft Nichtigkeiten aus der Fassung bringen, die Du eigentlich viel gelassener nehmen könntest.
 

7. Gehe raus in die Natur

Bist Du schon einmal bewusst durch den Wald spaziert, hast den Vögeln beim Zwitschern zugehört und die unglaublich frische, saubere Waldluft tief eingeatmet? In der Natur kommst Du automatisch zur Ruhe, denn der Sauerstoff, die Bewegung und das satte Grün bauen nachweislich Stress ab. Deshalb nutze jede Gelegenheit für einen kleinen Spaziergang, um die Gedanken abzuschalten und die wunderbare Umgebung zu genießen.


8. Lerne loszulassen

Bei Dir stauen sich immer wieder Dinge an, die dann zu Überforderung und schlechter Laune führen? Du kannst schwer Nein sagen, obwohl Du genau weißt, dass es besser für Dich wäre? Du klammerst Dich an alten Erinnerungen und Gewohnheiten fest und lässt Dich von ihnen erdrücken? Dann solltest Du lernen, umzudenken und loszulassen. Denn Du musst Dir nicht mehr aufhalsen, als Du bewältigen kannst. Du musst es auch nicht immer allen recht machen und dabei Deine eigenen Bedürfnisse vernachlässigen. Befreie Dich von all dem Ballast, der Dir die Gelassenheit raubt. Übungen und Tipps, die Du wunderbar im Alltag umsetzen kannst, verrät Dir Ina Rudolph im Online-Kurs „Endlich loslassen“.
 

9. Lass es gut sein

Perfektionisten neigen besonders dazu, sich selbst und andere stark unter Druck zu setzen. Alles muss tipptopp sein, um den überhöhten eigenen Anforderungen zu genügen. Dabei wäre schon alleine die Erledigung der Aufgaben gut genug. Falls Du stark vom Perfektionismus getrieben bist, solltest Du öfter überlegen: Muss wirklich alles so perfekt sein oder reicht auch ein einfaches Gut? In den meisten Fällen kannst Du die Dinge wesentlich gelassener angehen lassen als Du denkst und Dir damit enorm viel Druck nehmen.


10. Suche Dir ein Vorbild

Lerne vom Meister – ein weiser Tipp, der auch bei Gelassenheit funktioniert. Denn bestimmt kennst Du in Deinem näheren Umfeld jemanden, der sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt, der immer einen kühlen Kopf bewahrt und selbst im größten Stress noch diplomatisch mit einem Lächeln im Gesicht agiert. Diese Person sollte ab jetzt Dein Gelassenheits-Vorbild sein. Wenn Du das nächste Mal überfordert, genervt oder nervös bist, denke an diese Person und überlege: Wie würde sie in dieser Situation reagieren? Indem Du Dein Vorbild analysierst, kannst Du auch Dein eigenes Verhalten besser reflektieren und ändern.

 

Du musst nicht alle der genannten Tipps befolgen, um Deine Gelassenheit zu trainieren. Vielleicht reicht es schon aus, kleine Atemübungen in den Alltag einzubauen oder mehr Sport zu machen. Probiere einfach aus, welche kleinen Maßnahmen Du problemlos umsetzen kannst. Mit der Zeit kommt dann auch die Gelassenheit in Dein Leben.

 

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